Foto: Einträchtig haben Sieger und Verlierer vor dem Rathaus Aufstellung genommen. Vorn die närrischen Regentschaften, dahinter Bürgermeister Alexander Rubeck (links) mit dem Schlüssel und Jan TheisEs war ein kurzes unblutiges verbales Scharmützel, das sich die vereinten carnevalistischen Heere aus Reinheim und Rubenheim mit Bürgermeister Alexander Rubeck, dem „Trump vunn de Blies“, der Gersheim wieder groß macht, lieferten. Am Ende musste das Gemeindeoberhaupt die Überlegenheit von Ochse und Perde anerkennen, das Rathaus öffnen. Auch dass die vom Rubenheimer Carneval Club (RCC) und Carneval Club Reinheim (CCR) mit drei Regentschaften, nämlich Katja I. und Thomas I. aus Ochsenhausen mit ihren Niedlichkeiten Dejan I. und Lea I. sowie Tanja I. und Christopher I. aus Kleintirol vor der Gemeindezentrale nebst ihrem gesamten Hofstaat erschienen waren, beeindruckten sichtlich.

 

In der Streitrede warf der Anführer Karneval-Heerschar, Elferratspräsident des RCC, Jan Theis, den Rathäuslern vor, dass sie das ganze Jahr nur rumsitzen würden und nichts Sinnvolles zuwege gebracht hätten. Auch hätten sie entschieden, den Ortseingang von Reinum mit einem Einkaufsmarkt zu versauen. Gemeinde-Unterhändler Jonas Wack konterte, dass das keinesfalls der Wahrheit entspreche. Vielmehr werde durch Neubau von Feuerwehr und Rettungswache dafür gesorgt, dass bessere Einsätze gefahren werden können. Mit dem neuen Supermarkt könne jetzt noch besser eingekauft oder sich beim Bäcker ausgeruht werden. Auch das schnelle Internet für alle Orte sei angeleiert. Als die Argumente ausgetauscht, das Rathaus gestürmt, der Schlüssel übergeben war, feierten alle gemeinsam Fasenacht im Sitzungssaal. Bis Aschermittwoch kann sich Alexander Rubeck auf die faule Haut legen, regieren doch die närrischen Tollitäten mit Weitblick und alleh hopp.

 

 

Quelle: Saarbrücker Zeitung, St. Ingberter Rundschau, 24.02.2017