Kurz Notiert
Neues Löschfahrzeug in Walsheim
Festlich geschmückt stand das neue Löschgruppenfahrzeug der Walsheimer Feuerwehr
in der Einfahrt des Gerätehauses, nachdem es Tage zuvor aus der
Herstellungsfirma in Weilheim an seinen neuen Bestimmungs- und Stationierungsort
gefahren worden sei. Es sei ein großer Tag für Walsheim, werde doch nach über 30
Jahren wieder ein neues Feuerwehrfahrzeug in Dienst gestellt, meinte
Ortsvorsteher Stefan Pauluhn bei der von zahlreichen Gästen besuchten Feier vor
dem Feuerwehrgerätehaus Walsheim. Er prognostizierte, dass die Wehr jetzt öfter
zu Einsätzen gerufen werde, dass man in Walsheim auf eine gut vorbereitete,
top-ausgebildete Wehr bauen könne. Als Landespolitiker sprach er sich für die
Beibehaltung der dezentralen Struktur der Feuerwehr insgesamt aus. Das neue Auto
sei zudem erst das dritte Gefährt in den letzten 100 Jahren und bringe mit der
Rettungsschere und –spreizer auch mehr Verantwortung in die Wehr um
Löschbezirksführer Stefan Lugenbiel. Dieser erinnerte an die verstorbenen
Feuerwehrmänner Herbert Hiege und Horst Zimmermann. Beide hätten sich für die
Anschaffung stark eingesetzt. Nachdem Pfarrer Günter Broy das in den neuen
gelb-roten Signalfarben erstrahlende Einsatzfahrzeug gesegnet hatte, stellte
Wehrführer Walter Lillig heraus, dass durch die besondere Gefahrenlage Walsheims
mit der Einrichtung Haus Sonne im Ort sowie dem DRK-Seniorenheim sowie dem
ökologischen Schullandheim im Nachbarort Gersheim ein solches Fahrzeug notwendig
gewesen sei. Es handele sich dabei um ein elf Tonnen schweres
Löschgruppenfahrzeug 10/6 mit Allradantrieb und innerhalb der
feuerwehrtechnischen Beladung einem Wassertank mit 1000 Liter Füllmenge
ausgestattet. Auch betonte er, dass neben dem Anschaffungspreis von rund 219.000
Euro die Gemeinde Gersheim trotz knapper Kassen auch noch 16.000 Euro für die
Führerscheinausbildung von zwölf Feuerwehrangehörigen beigesteuert habe.
Bürgermeister Lothar Kruft dankte dem Gemeinderat für die Bereitstellung der
Mittel und unterstrich dass noch nie in der Geschichte der Gemeinde so viel Geld
für ein Fahrzeug hingeblättert worden sei. Kreisbeigeordneter Peter Nagel
wertete die Anschaffung des Fahrzeuges als Bekenntnis, die Feuerwehren in der
Fläche zu erhalten. Durch die Zuschüsse des Kreises habe die Belastung der
Kommune zum einen gemildert und für die Bevölkerung ein hohes
Sicherheitsvertrauen ausgesprochen werden können. Der Kauf sei eine weise
Entscheidung der politisch Verantwortlichen in Gersheim gewesen, so
Kreisbrandinspekteur Uwe Wagner. Er stellte fest, dass das Fahrzeug zwar bei der
Feuerwehr stationiert sei, es jedoch für die Sicherheit der Menschen eingesetzt
werde. Insbesondere die technischen Einrichtungen modernster Art sei für die
Vielfalt der Einsatzarten heutzutage sehr wichtig. „Die Verantwortung für den
Brandschutz trägt die Gemeinde nicht die Feuerwehr,“ so der Chef des
Landesfeuerwehrverbandes Detlef Köberling. Die Beschaffung eines neuen
Fahrzeuges sei eine Investition in die Sicherheit der Bürger. Auch seitens des
Verbandes werde die Intension verfolgt, die Feuerwehren in der Fläche zu
erhalten. Vehement sprach er sich gegen die Bestrebungen aus, die
Feuerschutzsteuer aus der Verantwortung der Länder auf den Bund zu übertragen,
zumal keine Kompensationszahlungen vorgesehen seien.





