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Pegelstand der Blies
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Kath. Pfarrkirche "St. Martin" Medelsheim

Um 1350 erfolgte der Bau einer gotischen Kirche, die mit Gewissheit nicht die erste Medels-
heimer Kirche war. Sie war ein Ersatzbau für einen älteren Sakralbau, der wiederum in die fränkische Zeit zurückreichte und wohl mit der Gründung der Siedlung Medelsheim (erste urkundliche Erwähnung 888) errichtet wurde. Die gotische Kirche überstand die Wirren des Dreißigjährigen Krieges, musste aber 1772 wegen des schlechten baulichen Zustandes und
der raschen Bevölkerungszunahme einem barocken Neubau weichen. Der gotische Bau wurde
mit Ausnahme des Chores, der nun als Sakristei weitere Verwendung fand, abgetragen.
Die Grundsteinlegung zum Bau der neuen Kirche fand am 24. April 1774 durch Graf Philipp von
der Leyen, dem siebenjährigen Sohn des regierenden Reichsgrafen Franz Karl statt. Der ehemalige Chor wurde um zwei Stockwerke zu einem Turm aufgestockt. Die Einweihung der neuen Kirche erfolgte am 5. August 1776. Der stattliche Barockbau von 42 Meter Länge und 15 Meter Breite fiel zu Beginn des 2. Weltkrieges, am 13. September 1939, deutschem Artilleriebeschuss zum Opfer und brannte völlig aus. Das wertvolle Barockinventar der Kirche wurde dabei vernichtet. Das Ausmaß der Zerstörung war enorm. Von Kirchenschiff und Turm blieben nur noch die Umfassungsmauern stehen. In den Winterkämpfen 1944/45 geriet die Ruine erneut unter heftigen Beschuss.
der Leyen, dem siebenjährigen Sohn des regierenden Reichsgrafen Franz Karl statt. Der ehemalige Chor wurde um zwei Stockwerke zu einem Turm aufgestockt. Die Einweihung der neuen Kirche erfolgte am 5. August 1776. Der stattliche Barockbau von 42 Meter Länge und 15 Meter Breite fiel zu Beginn des 2. Weltkrieges, am 13. September 1939, deutschem Artilleriebeschuss zum Opfer und brannte völlig aus. Das wertvolle Barockinventar der Kirche wurde dabei vernichtet. Das Ausmaß der Zerstörung war enorm. Von Kirchenschiff und Turm blieben nur noch die Umfassungsmauern stehen. In den Winterkämpfen 1944/45 geriet die Ruine erneut unter heftigen Beschuss.
Schon 1947 wurde unter Pfarrer Karl Beil mit den Vorbereitungen zum Wiederaufbau der zerstören Pfarrkirche begonnen.
Am 9. November 1948 konnte das Richtfest gefeiert und der Turm mit einem Notdach versehen werden.
Knapp ein Jahr später, am 16. Oktober 1949, erfolgte die Weihe der wieder aufgebauten Pfarrkirche durch den Speyerer Bischof Dr. Josef Wendel. Das mit unzähligen Splitterlöchern übersäte Außenmauerwerk erhielt 1951 einen neuen Außen-
putz. 1953 wurde der Turm um weitere 2,50 Meter aufgestockt und der kupferne Turnhelm fertig gestellt. Die vier neuen Glocken der Pfarrkirche, gegossen von der Firma Paccard in Annecy/Frankreich, wurden am Passionssonntag, dem 27.3.1955, von dem „Medelsheimer Sohn“, Prälat und Domkapitular Dr. Vinzenz Schreiber geweiht. Am 5.10.1985 erfolgte die Weihe
der neuen Orgel mit 1414 Pfeifen und 21 Register, die von der Firma Hugo Meier aus Heusweiler gebaut wurde.
putz. 1953 wurde der Turm um weitere 2,50 Meter aufgestockt und der kupferne Turnhelm fertig gestellt. Die vier neuen Glocken der Pfarrkirche, gegossen von der Firma Paccard in Annecy/Frankreich, wurden am Passionssonntag, dem 27.3.1955, von dem „Medelsheimer Sohn“, Prälat und Domkapitular Dr. Vinzenz Schreiber geweiht. Am 5.10.1985 erfolgte die Weihe
der neuen Orgel mit 1414 Pfeifen und 21 Register, die von der Firma Hugo Meier aus Heusweiler gebaut wurde.
Die wiedererrichtete Pfarrkirche mit dem weithin sichtbaren Turm bildet den baulichen Akzent des Dorfes Medelsheim
und ist zum Wahrzeichen der Parr geworden.
Eine besondere Aufmerksamkeit galt der Restaurierung des Chores der früheren gotischen Kirche. Dort hatten sich in den Kriegsjahren durch Witterungseinflüsse Kalkschichten gelöst, so dass gotische Fresken aus dem 14. Jahrhundert zum Vor-
schein kamen, die dringend der Konservierung bedurften. Die entsprechenden Arbeiten wurden 1954 ausgeführt, wobei
auch das gotische Sakramentshäuschen mit dem kleinen Gewölbe und dem Okulusfenster zum ehemaligen Kirchhof frei-
gelegt wurde. 2001/2002 erfolgte unter Pfarrer Günter Broy eine erneute grundlegende Restaurierung und Konservierung.
Um die Wand- und Gewölbemalereien vor weiteren Beeinträchtigungen bei der Benutzung des früheren Chores als Sakristei
zu schützen, wurde im Zuge dieser Arbeiten eine neue Sakristei an der Nordseite der Kirche angebaut.
Ein Kleinod von besonderem Reiz und eine Kostbarkeit im gesamten südwestdeutschen Raum stellt das gotische, vermut-
lich um 1430 geschaffene Altarretabel dar. Dieses wurde 1956 in der Medelsheimer Kreuzkapelle aufgefunden und nach der Restaurierung, bei der die ursprüngliche farbige Fassung freigelegt wurde, auf dem Hochaltar der Pfarrkirche aufgestellt.





