Zufallsbild

Kurz Notiert

Sie haben einen Weblink der uns noch fehlt ? Dann teilen Sie uns diesen bitte HIER mit !

Utweiler

wapfa_pePeppenkum liegt landschaftlich sehr reizvoll im unter Naturschutz stehenden Tal der Bicken-
alb. 1308 wird es als „Boppenkeim" beim Verkauf von Lehensgütern an das das Kloster Horn-
bach erstmals erwähnt. Utweiler tritt zwei Jahre später als „Udeweiler" in die urkundlich belegte Geschichte ein.

Eine dem Bruder Konrad geweihte Kapelle in Utweiler wurde 1934 zur Kirche umgebaut und noch im gleichen Jahr konsekriert. Jedes Jahr am Pfingstmontag findet von Medelsheim aus über Peppenkum nach Utweiler der führende „Bruder-Konrad-Ritt" statt. Daran beteiligen sich viele Reiter, Gespannführer und Traktorenbesitzer aus dem ganzen Umland. Nachdem dieser Ritt zuvor in Blieskastel abgehalten wurde, 1935 aber wegen „äußerer Widerstände politischer Natur" ausfallen musste, wird seit 1936 diese Prozession mit den reich geschmückten Pferden und Wagen zur „einzigen Bruder-Konrad-Kirche der Saarpfalz" durchgeführt. Beim Feldgottesdienst werden die teilnehmenden Pferde und Fahrzeuge gesegnet. Die kirchliche Feier findet bei Bewirtung und gemütlichem Beisammensein auf der grünen Wiese bzw. im großen Festzelt ihren Abschluss.

Die wohl größte, allerdings tragische Bedeutung, erlangte der Ort Utweiler gegen Ende des Zweiten Weltkrieges in den März-
tagen des Jahres 1945. Die 17. SS-Panzer-Grenadier-Division „Götz von Berlichingen" hatte den Einsatzbefehl, „unter allen Umständen den Gegner vom Reichsgebiet fernzuhalten". Es entwickelten sich erbitterte Panzerschlachten um den Ort der nach einem Augenzeugenbericht „nur noch aus Ruinen" bestand. Den Kampf um Utweiler bezahlten rund 600 Deutsche und Amerikaner mit ihrem Leben.

Utweiler feierte im Jahrt 2010 seine erste urkundliche Erwähnung vor 700 Jahren.

Utweilers Original-Urkunde von 1310 in Nancy gesichtet

UrkundeDie Direktorin des Archives départementale Meurthe-et-Moselle, Hélène Say, präsentierte im Leseraum die Original-Urkunde von 1310. Darin enthalten ist die erste Erwähnung des heute 60 Einwohner zählenden Dorfes Utweiler, direkt an der deutsch-französischen Grenze gelegen. Sowohl Bürgermeister Alexander Rubeck, Ortsvorsteher Wolfgang Mann, als auch Harald Meimeth, bekannter SR-Journalist und Utweiler Neubürger, freuten sich darüber, das historische Relikt, in lateinischer Schrift auf Pergament geschrieben, kurz in Händen zu halten.
weiterlesen