Kurz Notiert
Museum für dörfliche Alltagskultur in Rubenheim
wie z.B. der kleinen Bauernfamilien des 19. und 20. Jahrhunderts, der Tagelöhner, Hand-
werker und Arbeiter beschäftigen.
Europäischer Kulturpark Bliesbruck-Reinheim
Im Tal der Blies, zwischen den Dörfern Reinheim in Deutschland und Bliesbruck in Frankreich erstreckt sich der etwa 100 Hektar große Europäische Kulturpark Bliesbruck-Reinheim. Die auffällige Konzentration archäologischer Fundstellen in der kleinräumigen Siedlungskammer, bezeugt eine intensive Besiedelung dieser Gegend seit alters her. Neben dem bronzezeitlichen Hortfund (um 800 v. Chr.), sind auf deutscher Seite auch
das Grab einer keltischen Fürstin (etwa 400 v. Chr.) und eine ca. 6000 Quadratmeter große, römische Villenanlage (villa rustica) entdeckt worden.
Orchideengebiet Gersheim
Orchideen sind die artenreichste Pflanzenfamilie der Erde. Man kennt heute über 25.000 Arten, die zu mehr als 700 Gattungen zusammengefaßt werden.
Grundsätzlich können wir nach ihrer Lebensweise terrestrische (erdbewohnende) und epiphytische (baumbewohnende) Orchideen unterscheiden. Während es terrestrische Orchideen in nahezu allen Klimazonen gibt, treten epiphytische fast ausschließlich in den Tropen und Subtropen auf.
Die meisten europäischen Orchideen sind an Kalkboden gebunden und gedeihen ausschließlich auf ihm. Sie sind "kalkhold". Nur wenige meiden den Kalk. Ihre Lebensräume sind in Mitteleuropa die Kalkgebiete der Hügellandschaften der niederen Mittelgebirge und der Alpen. Eine ganze Reihe unserer mitteleuropäischen Orchideen gedeiht in Wiesen, und zwar in Berg- und Gebirgswiesen, auf Bergmatten, in Sumpfwiesen, auch Flachmoore genannt.
Eiskeller Bliesdalheim
Mit einer Länge von 26 Metern, 5 Metern Breite und einer Höhe von vier bis sechs Metern hat er beachtliche Ausmaße. Auch die Architektur dieser Kaverne ist beeindruckend. Auf-
fallend sind beispielsweise die aus dem Fels herausgeschlagenen Podeste und Sandstein-
bänke an den Wänden, die an eine Kultstätte denken lassen. Die Bearbeitungsspuren deu-
ten auf das 18./19. Jahrhundert hin. Eine Nutzung der Höhle in römischer Zeit als Mithras-Heiligtum gilt als wahrscheinlicher. Der Name „Eiskeller" rührt von der Nutzung der Höhle
als Kühlschrank her. Im Winter wurde auf der Blies Eis gebrochen. Dieses wurde dort ein-
gelagert und im Sommer zur Kühlung benutzt. Heute dient der Eiskeller als Winterquartier
für Fledermäuse. In den Sommermonaten ist er für Besucher zugänglich.
Führungen finden am 16. Mai, 13. Juni, 11. Juli und 22. August 2010 statt. Anmeldungen
für weitere Führungen nimmt Walter Weber, Telefon (0 68 43) 6 44, entgegen.
Kath. Pfarrkirche "St. Martin" Medelsheim

Um 1350 erfolgte der Bau einer gotischen Kirche, die mit Gewissheit nicht die erste Medels-
heimer Kirche war. Sie war ein Ersatzbau für einen älteren Sakralbau, der wiederum in die fränkische Zeit zurückreichte und wohl mit der Gründung der Siedlung Medelsheim (erste urkundliche Erwähnung 888) errichtet wurde. Die gotische Kirche überstand die Wirren des Dreißigjährigen Krieges, musste aber 1772 wegen des schlechten baulichen Zustandes und
der raschen Bevölkerungszunahme einem barocken Neubau weichen. Der gotische Bau wurde
mit Ausnahme des Chores, der nun als Sakristei weitere Verwendung fand, abgetragen.
Die katholische Pfarrkirche "St. Markus" in Reinheim
Um das Jahr 800 ging vom Kloster Hornbach, der Gründung des hl. Pirminius (+753), eine rege Missionsfälligkeit aus, die wohl um diese Zeit auch das untere Bliestal erfasste. Die Pfarrei Reinheim wurde jedoch erst 1314 urkundlich bezeugt. Zu diesem Zeitpunkt stand der Rund-turm bereits seit mehreren Jahrhunderten, während bis zum Bau des heutigen Kirchenschif-
fes noch geraume Zeit verging. So vereint die katholische Pfarrkirche "St. Markus" zwei Ge-
bäude von sehr unterschiedlichem Alter.




